Wild and Root, Wild und Wurzelig, ein Supper Club.

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Der zweite CFL Supper Club stand ganz im Zeichen sommerlicher Kräuter.

Ausgerichtet wurde das Menü von Linda Lezius und Carlotta Cramer-Klett, zwei Design-Studentinnen, die „Wild&Root“ in Leben gerufen haben und sich für diesen Abend von Kräutern und ihren zahlreichen Qualitäten inspirieren ließen. Der Koch Benjamin Schmitt, der in diversen Michelin-prämierten Restaurants von Berlin bis Paris, darunter auch im „Le Maurice“, gekocht hat, brachte das Essen zur delikaten Perfektion. Es war ein Abend des Zusammenkommens, Entdeckens, Wiederentdeckens, Nachdenkens und Genießens.

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Bevor wir in dieser warmen Sommernacht das Contemporary Food Lab betraten, wurden wir noch mit auf Kräuter-Eis gekühlten, erfrischenden Thymian Cocktails verwöhnt. Dass viel Liebe ins Detail gesteckt wurde, sah man sofort an den wunderschön dekorierten Tischen und an den kopfüber hängenden Kräuter-Töpfen, die einluden sich zu bedienen.

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Wir wurden aufgefordert, verschiedene gehackte Kräuter unter unsere frische Sahne zu heben, die wir dann auf dem rustikalen Brot verteilten. So konnten wir mit den Geschmacksrichtungen herumexperimentieren und uns an verschiedensten Kräuter-Kombinationen versuchen. Als die Stars des Abends stellten sich dabei Kresse, Siebenstern, Fenchel, Petersilie und Lavendel heraus, während Schnittlauch, Pfefferminze, Rosmarin und Melisse in eher unterstützenden Nebenrollen auftraten.

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Jedes Gewürz gehörte zu einem der fünf Gänge. Carlotta und Linda erklärten uns auf verständliche Art und Weise die Fakten zu den einzelnen Kräutern, und gaben uns sogar liebevoll vorbereitete Infokärtchen mit Tipps mit auf den Weg.

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Die sinnlichen Erfahrungen reichten übers Tasten und Riechen, bis hin zum Hören und Schmecken. Die Luft wurde zwischen den Gängen mit dem Duft gerösteten Rosmarins aufgefrischt. Eines meiner persönlichen Highlights war das Lamm mit einem Petersilien-Gemisch, kombiniert mit Thymian. Der interaktive Charakter, der den Abend bestimmte, kam besonders schön zum Vorschein, als wir die mit Lavendel vermischte Sahne auf unsere Dessertkreation aus Erdbeeren, Rhabarber, Biskuit und Melisse gaben. Ich weiß jetzt auch, dass Melisse nicht nur ein Zusatz in Dr. Hauschka Cremes ist. Wir konnten uns damit sogar die Hände in den kleinen, dafür bereitgestellten Schüsseln waschen.

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Dieses Abendessen wurde mit unverkennbar viel Liebe zubereitet. Die Mutter von Benjamin Schmitt kam sogar aus Südfrankreich zu Besuch, sie wollte ihrem Sohn zum ersten mal beim Kochen helfen. Erfolgreich schafften es die Gastgeber, unsere Neugier für teils vergessene Pflanzen wieder wachzurütteln und uns ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten ins Bewusstsein zu rufen. Die Samen die wir zum Einpflanzen mit nach Hause nehmen durften, werden uns in Zukunft an Wurzeln aus der Vergangenheit und der Gegenwart erinnern.

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Text (EN): Jasmina Knezovic

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