Eating like Jazzy #4:
Parson’s Chicken and Fish

Parson's bar

Kürzlich, zu Hause in Chicago bestand mein Bruder, ein verlässlicher kulinarischer Kenner, darauf mit meiner veganen Schwester und mir zu Parson’s Chicken and Fish zu gehen. Ich hatte die Speisekarte schon einmal gesehen, auf der vor allem das Po’boy Sandwich meine Geschmacksnerven und Fantasien anregte. Zwar hatte ich noch nie einen Po’boy, aber sofort Bilder von New Orleans und den Sound von Gershwin’s Porgy und Bess in meinem Kopf.

Im Chicago’s Logan Square Viertel, das [noch] nicht vollkommen gentrifiziert ist, findet man eine sanierte Eckfassade. Die Besitzer haben für den damaligen Parkplatz draußen eine passende Nutzung gefunden, wo nun im Sommer eine erholsame Terrasse und im Winter eine Eislaufbahn ist.

Parson's meal

Nachdem wir an einem engen Tisch mit unbequemen Stühlen Platz nahmen, widmeten wir unsere Aufmerksamkeit dem Essen, das hier als gehobenes Budenessen beschrieben wird. Die Speisekarte ist geteilt in „frisch“ und „gebraten“. Obwohl Ceviche und Austern, die für Ost- und Westküste stehen sollen, sehr vielversprechend klangen, war es uns doch etwas zu früh für Fisch, also konzentrierten wir uns auf den gebratenen Teil. Wir starteten mit frittierten Maismehlklößen (Hush Puppies), weichen Maisbrotbällchen, Frühlingszwiebeln, Schweinshaxe und dazu eine Käsecreme und Harissa Aioli.

Als nächstes probierte ich das sehr zu empfehlende und berühmte Chicken Sandwich, das aus gebratenen amischen Hähnchenschenkeln zwischen Brot mit Aioli, Essiggurken und amerikanischem Käse bestand, dazu hausgemachte Kartoffelchips. Bei Parson’s pökeln sie das Geflügel zwölf Stunden lang und braten es danach in einem chilligewürzten Buttermilchteig. Das Ergebnis ist ein extrem knuspriger Mantel um saftiges Fleisch herum. Hinter uns saß eine mexikanische Familie, die sich ein ganzes Hähnchen teilte.

Parson's beans

Das Gericht kam gut ohne Beilagen aus, aber wir bestellten noch Baked Beans (Bohnen, brauner Zuckersirup, Apfelessig, San Marzano Tomaten) und bereuten es keinen Bissen lang. Die Veganer unserer Gruppe erfreuten sich eines Gemüse Club Sandwichs, das äußerst herzhaft und frisch aussah. Am Ende schafften wir es sogar noch, fluffige Buttermilchpfannkuchen zu vertilgen – die besten, die ich jemals aß. Bei Parson’s gibt es auch Getränke. Die Bloody Marys sind sehr stark und würzig. Spezialität des Hauses unter den Getränken ist jedoch der bittere Negroni Slushy, der durch eine Slurpee-artige Maschine hinter der Retro-Achtsitzer-Bar wirbelt.

Parson's menu

Essen gibt es bis 1 Uhr nachts.

2952 West Armitage Ave.

Chicago, Illinois 60647

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