Hungry Minds:
Hendrik Haase

Die Foodwelt ist bunt heutzutage. Hendrik Haase ist bunter. Er ist Designer, Aktivist und Guerilla-Koch und im Internet ist er Wurstsack. Seine Message, ernst: „Essen ist geil“. Aber Essen ist auch „per se politisch“. Der Mensch isst drei mal am Tag. Mit den Entscheidungen, die er drei mal am Tag trifft, beeinflusst er maßgeblich die Gestaltung seiner Umwelt. Was für eine Gelegenheit! Hendrik Haase engagiert sich im Auftrag der „gastrosophischen Krisenbewältigung“ für das Slow Food Youth Network und ist offizieller Botschafter der nordhessischen Ahle Wurscht. Er bevorzugt es bei Techno Musik Sauercrowd zu stampfen anstatt Podiumsdiskussionen über Nachhaltigkeit abzuhalten. Er begeistert. So auch in unserem Pop-Up Garten Little Wood, wo er mit seiner Wurstsack-Wurstmaschine Würste presste. 6 CFL-Fragen an Hendrik.

hh

1. Wie kam es dazu, dass du deinen Beruf ausübst? Und wer hat Schuld daran?

Die Freiheit und das Vertrauen meiner Eltern.

Der Geschmack des Gartens meiner Großmutter.

Die Inspiration vieler Menschen, die ich bislang auf meinem Weg treffen durfte. 

2. Mit wem würdest du gerne einmal zusammen kochen? Warum?

Eine selbstgekochte Suppe aus den verschmähten Lebensmitteln, die unsere Gesellschaft normalerweise in die Tonne wirft,

gekocht mit den CEOs von Monsanto, McDonalds und der Metro,

serviert einer Auswahl von Großmüttern aus Afrika, Asien und Europa mit denen wir danach über den Zustand unserer Kultur und unsere kulinarische Zukunft sprechen.

3. In welches Restaurant würdest Du einen Menschen zum Essen ausführen, dem du deine Liebe zeigen möchtest?

In meinem ganz privaten Dinnerclub über den Dächern der Stadt

4. …und in welches, um jemanden zu beeindrucken?

Kommt natürlich sehr darauf an wen ich beeindrucken will.

Gerne aber ins Norden.

5. Sind wir Menschen, Gärtner eines Garten Eden, Bakterien in einem Körper oder Parasiten auf einem sterbenden Wirt?

Wir sind Gärtner eines Gartens in dem wir Bakterien genauso wie Parasiten brauchen. Sonst stirbt der Wirt, weil es nichts mehr zu ernten gibt.

6. Wenn du die Wahl hättest: Würdest du lieber nicht mehr sein oder noch eine Zeit lang weiterleben als ein Tier oder eine Pflanze? Wenn ja als welches oder welche? 

Gerne lange Zeit als ein Baum in einer WG mit coolen Pilzen und ein paar Eichhörnchen – groß genug, dass ich den Tieren auf der Lichtung beim äsen zuschauen kann.

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