Aloe Vera, Götterblut

Die Saftpflanze Aloe Vera ist die wohl bekannteste Spezies der Aloe Gattung, die ihren Ursprung in Afrika und bestimmten Gebieten des Mittleren Ostens hat. Ihre Verwendung lässt sich fast 5000 Jahre, bis zu den alten Ägyptern, zurückverfolgen. Sie waren die Ersten, die den gesundheitlichen Nutzen der „Pflanze der Unsterblichkeit“ erkannten. Sie gingen sogar so weit, sie den Gräbern der Pharaos beizulegen. Plinus der Ältere pries ihre heilende Wirkung in seiner Naturalis Historia aus dem 1. Jahrhundert an. Im 18. und 19. Jahrhundert avancierte die Aloe Vera Pflanze zu einem der am häufigsten verschriebenen natürlichen Medikamente. Bis heute kann sich die Pflanze größter Beliebtheit erfreuen, auch wenn viele Menschen nicht wissen, wie vielseitig sie tatsächlich ist. Mit über 500 Anwendungsbereichen, dient die Aloe Vera Pflanze einer großen Anzahl verschiedener Zwecke.

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Medizinisch: Ihre grünen, speerförmigen Blätter enthalten eine schmerzlindernde grüne Paste, deren Vitamine und Minerale gut gegen verschiedenste Erkrankungen sind. Aloe ist eine wahre Gesundheits-Bombe, denn sie enthält neben den Vitaminen A, C, E, Folsäure, Cholin, B1, B2, B3 und B12, noch etwa 20 weitere Minerale, darunter Calcium, Magnesium, Zink, Chromium und Mangan. Die Pflanze ist gut für die Verdauung, den Stressabbau, hilft bei der Alkalisierung des Körpers und unterstützt die Haut. Letzteres verdankt sie ihren wundheilenden und schmerzlindernden Eigenschaften: Sie reduziert Jucken, Bluten, Schmerzen und Wundheit. Besonders in der ayurvedischen Medizin findet sie Anwendung. Mit einem Wassergehalt von 99% wirkt sie feuchtigkeitsspendend und hilft gleichzeitig, die Haut mit Sauerstoff zu versorgen. Zudem ist sie antimikrobiell, antibakteriell, antifungiell und antiviral – ein Mittel gegen Hautentzündungen jeglicher Art. Sie ist zu Recht ein beliebter Zusatzstoff für Hautpflegeprodukte und dennoch: Wenn das Gel frisch aus der Pflanze kommt, erzielt es die besten Ergebnisse.

Kulinarisch: Die Blätter mit ihrer fleischigen Konsistenz lassen sich gut in der vegetarischen Küche verwenden. Paniert kann man sie zum Beispiel als Gemüseschnitzel genießen. Ihr sehr milder Geschmack eignet sich vor allem zur Kombination mit kräftigeren Gemüsesorten. Etwas prominenter ist der süße Verzehr von Aloe in Jogurt und Eis. Unter Rohkostexperten ist der Aloesaft sehr beliebt in Smoothies. Achtung jedoch bei allen Zubereitungsarten: Die Schale muss ab, denn sie ist bitter und wirkt abführend.

Nachhaltig: Aloe scheint dazu geeignet zu sein, Wasser zu konservieren und ihre Samen haben möglicherweise das Potenzial zu Biotreibstoff verarbeitet zu werden.

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Die Pflanze ist in der Lage in Gebieten mit sehr niedrigem Niederschlag zu überleben. Zum Eintopfen eignen sich am besten poröse Terra Cotta Töpfe. Wie auch andere Spezies ruht die Pflanze den Winter über. Siebzehn verschiedene Arten der Aloe Vera Pflanze haben bereits den Award of Garden Merit der British Royal Horticultural Society gewonnen.

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