Sauerkraut v. Kimchi

Die deutsche und die koreanische Version von fermentiertem Kohl sind sehr  unterschiedlich. Beide haben ihre ganz eigenen Qualitäten.

Sauerkraut ist aus geschrotetem Kohlkopf, während sein östlicher Cousin Kimchi aus den ganzen Blättern vom Chinakohl gemacht wird. Zu Kimchi gehören außerdem auch  Zutaten wie scharfer Pfeffer, Knoblauch, Gemüse, Früchte und Fischsoße. Die Fermentation von Kimchi wird mit mehr Salz und bei deutlich niedrigerer Temperatur als die von Sauerkraut durchgeführt. Dies geht auf eine lange Tradition zurück: Ursprünglich wurden die Töpfe im Spätherbst oder Winter in die kalte Erde eingegraben.

Die Fermentationszeit von Sauerkraut ist lang, bis zu 6 Wochen kann sie dauern. Beim Kimchi sind es nur 3 Wochen.

Der fertige Kimchi ist knackig und scharf und weniger säuerlich, dafür salziger als das Sauerkraut. Sauerkraut hat ein fast blumiges Aroma wegen der Hefe.

Die beiden werden oft verwendet, um das jeweilige Gericht auf dem Teller zu unterstützen: Sauerkraut als erfrischende Beilage zu herzhaftem Fleisch und Kimchi, um mildem Reis etwas Feuer zu geben.

Man geht davon aus, dass konservierter Kohl in seiner heutigen Form im 13. Jahrhundert durch Ghengis Khan in Europa eingeführt wurde. Das war nach seiner Invasion in China.

Sauerkraut und Kimchi sichern sich langfristig Plätze in etlichen Listen des ‚gesündesten Essens der Welt’. Tatsächlich haben sie herausragende Gesundheitsvorzüge: Sie haben wenige Kalorien und viele Ballaststoffe, Antioxidantien und Vitamin B und C. Außerdem hat Sauerkraut eine Extraportion an Vitamin K zu bieten und Kimchi eine großzügige Dosis an Vitamin A. Einer Studie vom King’s College London zufolge ist Sauerkraut ein starkes Aphrodisiakum, vergleichbar mit Viagra. Dies liegt an seinen großen Mengen an Neurotransmitter Tyramin.

Text: Jasmina Knezovic

Bilder: pyramidfarmandferments.com, feedly.com, greenkitchenstories.com

Kommentare

Lass einen Kommentar

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.